Historie
Olympia 1936
Die IV. Olympischen Winterspiele von 1936 waren der Anlass, die beiden Nachbargemeinden Garmisch und Partenkirchen 1935 zur Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zu vereinen. Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen ca. 600.000 Menschen teil.
Im Olympia-Eisstadion und auf dem Riessersee wurden die Disziplinen Eiskunstlauf, Eishockey und Eisschnelllauf ausgetragen.
Im Eiskunstlauf für Paare gewannen Maxi Herber und Ernst Baier bei ihrer - nur fünf minütigen - Kür die Goldmedaille. Die Norwegerin Sonja Henie holte sich zum dritten Mal hintereinander bei den Olympischen Spielen Gold in der Einzelkür der Frauen, bei den Herren siegten der Österreicher Karl Schäfer und Ernst Baier holte sich seine zweite Medaille, dieses mal Silber.
Im Eisschnelllauf gewannen in allen Distanzen zwei Norweger. Vorneweg Ivar Ballangrud, drei mal Gold im 500m, 5.000m, 10.000m - und ein mal Silber im 1.500m Lauf, nach seinem Landsmann Charles Mathiesen.
Unvermutet siegte im Eishockey diesesmal Großbritannien. Die Nordischen Disziplinen fanden im Olympiastadion, der Olympiaschanze und auf der Kandahar statt. Alpine Wettkämpfe wurden 1936 erstmalig Olympiadisziplin.
Olympia Bobbahn damals und heute
Zwei Bobrennen wurden während der Winter-olympiade 1936 auf der Naturbahn Riessersee mit einer Länge von 1.525m, 14 Kurven und 129,14 m Höhen-unterschied, gefahren. Vor 3.2000 Zuschauern gewannen die USA im Zweierbob die Gold- und Bronzemedaille, Platz 2 errang die Schweiz. Im Viererbob belegten wiederum die Schweizer die ersten beiden Plätze vor Großbritannien. Die Italiener hatten Pech, sie verloren in der Bayernkurve ihren Bremser!
In den Jahren 1934, 1936, 1938, 1953, 1958 und 1962 wurden hier am Riessersee Weltmeisterschaftsläufe durchgeführt. Lokalmatadore wie Hanns Kilian, Anderl Ostler und Franz Schnelle errangen hier zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen.
Diese weltberühmte Rennstrecke steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Direkt am See befinden sich die Pumpstationen und die Zielkurve. Nur 350 m vom Ziel entfernt steht der Bobschuppen mit 17 historischen Bobs und weiteren interessanten Ausstellungsstücken. Heute wird die Bobbahn nur noch als Familienrodelbahn benutzt.
In unserem Hause können Sie ein Ölgemälde des Malers Karl Reiser mit den historischen Tribünen rund um den See begutachten.
Geführte Besichtigungen der Bobbahn und des Bobschuppens finden in der Regel jeden Mittwoch von 14.00-16.00 Uhr statt. Teilnahme und Eintritt sind kostenfrei.
Weitere Informationen finden Sie unter www.gapa.de










